Der Sommer kommt und da geht nichts ohne Eis

Dass Eiscreme glücklich macht, weiß jeder, der schonmal an einer Kugel geschleckt hat. Sobald die kühle Köstlichkeit die Zunge berührt, verfällt man in den Genießer-Modus. Kalt, süß und cremig – Eis weckt Kindheitserinnerungen, erfrischt und entspannt. Hirnforschern in London haben die Glückswirkung sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Beim Eis essen wird das Lust- und Genusszentrum im Gehirn aktiviert. Japanische Forscher fanden zudem heraus, dass Eis schlau machen kann. Studienteilnehmer, die Eis gefrühstückt hatten, konnten Denkaufgaben deutlich besser und schneller lösen als ihre Vergleichsgruppen. Glücklich und schlau – da schmeckt der nächste Löffel doch gleich noch besser.

Was gibt’s Neues?

Ganz vorn liegen„Puffle Cones“ – Eis in einer fluffigen, zur Tüte gerollten Eierwaffel. Pulverisierte Aktivkohle liegt im Trend – auch beim Eis mit Sorten wie „Coconut Ash“ oder „Black Vanilla“. Farbenfroh wird es mit „Rainbow Ice Cream Tacos“. Eis wird im farbigen Waffel-Taco serviert, garniert mit Streuseln, Saucen und Süßigkeiten. Auch vegane, zucker- oder glutenfreie Eissorten sind stark im Kommen.

Wer schleckt am meisten?

Spitzenreiter sind in Europa die Skandinavier. Finnen, Schweden und Norweger vertilgen jährlich bis zu 12 Liter Speiseeis pro Person. Deutschland liegt mit etwa acht Litern im oberen Mittelfeld, dicht gefolgt von den Österreichern mit sieben Litern. In der Schweiz und Italien werden jährlich rund fünf Liter geschleckt, die Spanier und Briten sind mit vier Liter Eis pro Jahr dabei.

Wie schleckt die Welt?

Ecuador

Für „Helado de paila“ (Eis aus der Pfanne) wird Fruchtsaft mit Zucker und Gewürzen oder Kokosmilch in einer auf Eis stehenden Kupferschale verrührt, bis eine cremige 
Konsistenz erreicht ist.

Ghana

Kleine viereckige Plastikbeutel, prall gefüllt mit Schoko-, Vanille- 
oder Fruchteis gibt es hier beim Straßenverkäufer. An einer Ecke aufreißen, lutschen und genießen.

Indien

Sahne, Milch und Zucker werden zu einer Art Kondensmilch eingekocht und mit Gewürzen wie Kardamom oder Safran verfeinert. Am Stiel ist „Kulfi“ auch als Street-Food beliebt.

Japan

„Mochi“ – ursprünglich ein gefülltes Küchlein aus Reismehl – wird mit Eiscreme im Inneren zu „Mochi-Eis“. Kleckerfreies Eis im Fingerfood-Stil.

Thailand

Für „I Tim Pad“ wird die Eiscreme-Masse frisch auf eine tiefgekühlte Platte gegossen und mit einem Spachtel rollenförmig abgeschabt. Obenauf gibt’s Sauce, Nüsse oder Früchte.

Türkei

„Dondurma“ wird traditionell aus Schafs- oder Ziegenmilch, Zucker, dem Harz des Mastix-Pistazienbaums und Speisestärke aus getrockneten Orchideenwurzeln hergestellt. Das Eis ist so fest, dass es oft mit Messer und Gabel gegessen wird.

USA

Frozen Yogurt, in den 1980ern in den USA entstanden, ist je nach Topping aus Früchten, Saucen oder Schokolade tatsächlich fettärmer und gesünder als cremiges Sahneeis.