Für viele Menschen ist es jede Nacht der immergleiche Ablauf: Die Gedanken kreisen plötzlich um alles mögliche – von der Einkaufsliste bis zu den anstehenden Aufgaben am nächsten Tag. Und im Hintergrund schwirrt immer der Gedanken, dass man doch nun schlafen muss, damit man am nächsten Morgen nicht völlig gerädert ist. Kein hilfreicher Gedanke, denn damit dreht sich das Karussell im Kopf nur noch schneller.

Wenn die Nacht zum Tag wird

Immer mehr Menschen leiden unter Schlafstörungen

Man sagt, wer um drei Uhr nachts
noch wach ist, ist entweder einsam, verliebt oder betrunken – oder leidet wie 35 Prozent der Deutschen an Schlafstörungen! Immer mehr Menschen kriegen in der Nacht einfach kein Auge zu und leiden dann den ganzen Tag über unter akuter Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
Wir zeigen, welche Schlafstörungen es gibt und wie man doch noch in den wohlverdienten Ruhemodus finden kann.

88 verschiedene Arten der Schlafstörung

Jeder kennt solche Nächte, die einen einfach nicht einschlafen lassen wollen, doch passiert das mehr als dreimal die Woche, dann wird es brenzlig! Hält das Phänomen über vier Wochen an, dann attestiert ein Arzt ganz offizielle Schlafstörungen – und davon gibt es ganze 88 verschiedene Arten.

Die häufigste Art sind dabei die Insomnien, die dich einfach nicht einschlafen lassen. Man ist müde und kann aber einfach nicht einschlafen, und ist es dann doch endlich geschafft, wird man gleich mehrmals in der Nacht für einen längeren Zeitraum wach. Außerdem wachen Menschen, die unter Insomnia leiden, meist ohne erkenntlichen Grund Stunden früher auf als normal.

Übrigens: Auch das Schlafwandeln ist eine Art der Schlafstörung. Dabei laufen Menschen mitten in der Nacht umher und können sich am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern. Auch Reden im Schlaf, Alpträume, Schnarchen oder Zähneknirschen gehören zu dieser Art der Schlafprobleme.

Die meisten Schlafstörungen treten in der Nacht auf, doch mit der Narkolepsie ist auch am Tag nicht zu spaßen! Hier können ganz unvermittelt Schlafattacken auftreten – und das auch im Auto, oder mitten an der Arbeit! Diese Krankheit sollte dringendst von einem Arzt untersucht werden.

Besonders bei älteren Menschen tritt in der Nacht aber auch das „Restless-Leg“-Syndrom – das unruhige Bein – auf. Dabei fühlt es sich so an, als würden die Gliedmaßen, insbesondere die Beine, kribbeln. Das Gefühl verschwindet sofort, wenn man aufsteht und sich bewegt. Meist ist hier eine ungünstige Schlafposition der Grund allen Übels und ein Nerv wird so eingeklemmt.

Drei Schritte gegen den Schlafmangel

Doch was kann getan werden, wenn die Nächte zur Qual werden? Dafür gibt es drei Schritte, die Abhilfe schaffen können. Hinter dem ersten Schritt steckt die Selbsthilfe. Dabei sollte die eigene Schlafkultur und der Lebensstil unter die Lupe genommen werden. Bewegst du dich tagsüber genug, damit du abends müde bist? Folgst du deinem natürlichen Schlafrhythmus? Gibt es bestimmte Umstände, die dich stressen und grübeln lassen? Oft lassen sich mit dieser einfachen Fragen schon Lösungen finden.

Hilft die eigene Situationsanalyse nicht weiter, dann kann professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. In schlafmedizinischen Zentren und sogenannten Schlafschulen wird der Schlaf analysiert, um die beste Therapie finden zu können. Außerdem bekommt man hier konkrete Verhaltenstipps und erlernt
Methoden zur Entspannung.

Hilft auch das nicht weiter, sind die letzte Möglichkeit Medikamente gegen die Schlafstörungen. Die sollte man sich aber niemals selber verschreiben, sondern alles von einem Arzt abklären lassen! Da Schlafmittel außerdem schnell abhängig machen, setzen viele Ärzte mittlerweile auf alternative Heilmethoden wie Akupunktur.