Tablets zum Ausleihen: Kreis hilft beim Unterricht in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie hat seit dem 16. März zu einer Unterbrechung des Schulbetriebs geführt. Auch nach der schrittweise erfolgten Wiederaufnahme des Schulbetriebs können nur Teile der Schülerschaft wie gewohnt präsenzbeschult werden. Ein erheblicher Teil des Unterrichts muss immer noch in unterrichtsersetzenden Lernsituationen verlegt werden, bei denen die  Schüler zuhause bleiben. Diese Lernsituationen erfordern eine verstärkte Ausstattung der Schüler mit digitalen Geräten wie Tablets und Notebooks.

Um in dieser Situation bedürftigen Familien und ihren Kinder unter die Arme zu greifen, stellt der Bund den Ländern im Rahmen eines Sofortausstattungsprogramms 500 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Die auf Hessen entfallenden Mittel sollen den Schulträgern für die Beschaffung schulgebundener mobiler Geräte zur Verfügung gestellt werden. Diese Geräte sollen den Schülern, leihweise überlassen werden.

Über 1000 Schüler sollen mit Geräten versorgt werden können

Landrat Reuß erläutert hierzu: „Aktuell gehen wir davon aus, dass der Werra-Meißner-Kreis ca. 1.100 Schüler aus Mitteln des Sofortprogramm mit Tablets oder Notebooks ausstatten kann.“ Die Beschaffung und Verteilung soll bis zum Herbst abgeschlossen sein.

Ergänzend erhalten Anspruchsberechtigte 150 Euro jährlich für den persönlichen Schulbedarf aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, der auch für digitale Bildung und die hierfür nötige Ausstattung gedacht ist.

Darüber hinaus weist der Landrat darauf hin, dass der Kreis in den vergangenen Jahren kontinuierlich in die technische Ausstattung der vom Werra-Meißner-Kreis getragenen Schulen investiert hat. In den kommenden Jahren soll dies fortgeführt und bis 2024  weitere 6,2 Mio. Euro vorwiegend in die Vernetzung und Ausstattung der Unterrichtsräume mit Präsentationstechnik investiert werden.