Kommt es noch zur Klage?

SuedLink-Trasse soll mitten durch den Kreis verlaufen

Lange haben die verschiedensten Initiativen im Werra-Meißner-Kreis dagegen gekämpft, nun ist eine Entscheidung gefallen: Die Bundesnetzagentur hat im Dezember entschieden, die SuedLink-Trasse doch mitten durch den Werra-Meißner-Kreis zu führen. Mit großem Bedauern und Enttäuschung haben sowohl Landrat Stefan Reuß als auch der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann darauf reagiert.

„In Fachgutachten und Stellungnahmen“, so Landrat Reuß, „haben wir sehr deutlich auf die Belastung der Bevölkerung durch ortsnahe Trassenführungen hingewiesen und auch die Schädigung unserer ökologisch hochsensiblen Landschaftsräume thematisiert, ebenso haben wir auf erhebliche Fehler in der bisherigen Planung hingewiesen, leider wohl ohne Erfolg. Wir behalten uns selbstverständlich vor, alle möglichen Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen“, so Stefan Reuß.
„Selbstverständlich sind wir für eine konsequente Energiewende“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann, „schließlich wird im Werra-Meißner-Kreis an vielen Punkten bereits eine dezentrale Energiewende umgesetzt. Klar ist aber auch: wir akzeptieren nur eine auf nachvollziehbaren Fakten basierende und nicht politisch motivierte Entscheidung zum Trassenverlauf!“.

„Wir werden die verfügbaren und sehr umfangreichen Begründungen der Entscheidung der BNA prüfen und uns mit der Stadt sowie dem Landkreis Göttingen abstimmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Selbstverständlich werden wir uns anschließend auch mit den betroffenen Thüringer Nachbarlandkreisen abstimmen“, ergänzen Reuß und Dr. Wallmann.