Sozial vernetzt bleiben

Immer mehr Senioren nutzen die Online-Dienste, um Kontakt zu halten

Soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube und der Nachrichtendienst Whatsapp und Skype gehören für die jüngeren Generationen zum Leben dazu wie Atmen und Essen. Die Generation 50plus ist ihnen aber inzwischen dicht auf den Fersen. Denn immer mehr Senioren entdecken die Vorteile der Online-Dienste. Sie können über diese Wege mühelos mit ihren Enkeln, Kindern und auch Freunden in Kontakt bleiben, um neue Kontakte zu knüpfen oder sich über die aktuellen Geschehnisse zu informieren. Rund 65 Prozent der über 65-Jährigen nutzen dieses Angebot bereits, wie eine Studie von Bitkom Research jüngst gezeigt hat. Die Tendenz ist steigend.

Der Unterschied zur jüngeren Generation: Nutze über 50 sind nach wie vor am persönlichen Kontakt interessiert. Sie wollen nicht nur über den Bildschirm chatten oder telefonieren, sondern sich auch weiterhin mit ihrem sozialen Umfeld persönlich treffen. Diese Möglichkeit – sogar auf regionaler Ebene – bietet unter anderem die Plattform feierabend.de. Die Nutzer können sich dort vernetzen und innerhalb ihrer Region zu Stammtischen, Wanderungen oder anderen Ausflügen zu verabreden.

Probleme beim Zugang

Die übrigen rund 35 Prozent der Generation 50plus, die Soziale Netzwerke und Nachrichtendienste noch nicht nutzen, haben in der Hauptsache Sicherheitsbedenken oder ihnen fehlt das nötige Zugangsverständnis. Aber auch dafür gibt es Abhilfe, die sogar von Senioren für Senioren angeboten wird. Häufig veranstalten die Seniorenbüros der jeweiligen Stadt oder Gemeinde Computer-Gruppen. Die Lehrer gehören zumeist selbst der Generation 50plus an und kann den gleichaltrigen Teilnehmern den Umgang mit den Sozialen Medien und Nachrichtendiensten erklären. Sie können gut einschätzen, wo die Schwierigkeiten des gleichaltrigen Einsteigers liegen. Gesammelt werden diese Veranstaltungen auf der Website wissensdurstig.de und sind dort mit einem Blick abrufbar.

Persönliche Daten schützen gilt für Alle

Ob junger oder älterer Nutzer – für beide gilt: Im Netz sollten nicht zu viele persönliche Daten angegeben werden. Wer sich fragt, was er online preisgeben sollte und was nicht, sollte überlegen, welche der Angaben er auch laut durch einen Bus rufen würde. In den Profilen kann die Privatsphäre eingestellt werden. Die Wahl sollte dabei immer auf die strengste Variante fallen. Betrüger tummeln sich im Internet ebenso wie Informationen. Erhalten Nutzer beispielsweise eine Freundschaftsanfrage von einem Profil mit dem sie eigentlich bereits befreundet sind, sollte die Anfrage abgelehnt werden. Dann ist das Profil in den meisten Fällen von Betrügern kopiert worden. Auch vor sogenannten Love-Scammern sollten sich ältere Nutzer in Acht nehmen. Bei dieser Betrugsmasche baut das Gegenüber durch romantische Nachrichten und Telefonate Vertrauen auf und bitten dann plötzlich um eine hohe Geldsumme. Falsche Nachrichtenmeldungen sind häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen, verbreiten sich aber in Sozialen Netzwerken jedoch wie ein hartnäckiger Grippevirus. Experten raten Nutzern daher generell: Kritisch bleiben. Verdächtige Profile können dem Betreiber des Netzwerks gemeldet werden.

Über Onlineplattformen und Nachrichtendienste bleiben Senioren mit Familie und Freunden einfach in Kontakt. Foto: pixabay