Ganz ohne Stress zum Weihnachtsbraten

So gelingt die perfekte Gans

Mit der Weihnachtszeit kommt auch die Frage auf, was eigentlich zum Fest auf den Tisch kommen soll. In vielen Haushalten steht dabei die Gans weit oben auf der Wunschliste! Aber ganz einfach ist die Zubereitung nicht, deswegen hat das meinWMK-Magazin einige Tipps und Tricks für die perfekte Weihnachtsgans gesammelt.

Es ist ein ebenso schöner wie genussbringender Brauch, sei es nun zu Heiligabend, den Feiertagen danach oder – für ganz Gewiefte – last minute, wenn die noch nicht verkauften Gänse als delikate Schnäppchen angeboten werden: Ein Gänsebraten gilt als eines der festlichsten Gerichte überhaupt, auch wenn nicht ganz klar ist, woher die Tradition eigentlich stammt. Doch wie bekommt man den Braten auf den Tisch, ohne völlig in Stress zu geraten? Genau diesem Problem werden wir uns in dieser Ausgabe des meinWMK-Magazins widmen!

Dass die Gänse sowohl an Sankt Martin, als auch im Advent auf den Tisch kommen, ist seit Jahrhunderten Tradition. Grund dafür könnte sein, dass Sankt Martin aufgrund von schnatternden Gänsen erwischt wurde und als Märtyrer sterben musste. Zur „Strafe“ werden die Nachkommen der geschwätzigen Gänse, die ihn verrieten, gerne an seinem Namenstag, dem 11. November verspeist. Bei der Adventszeit könnte es sich um einen Belohnung nach dem Fasten handeln, denn das wurde in früheren Jahrhunderten gemacht. Am Ende stand dann nicht nur das Versprechen von der Vergebung aller Sünden an, sondern auch ein leckerer Gänsebraten.

Wer früher anfängt, hat weniger Ärger

Doch egal woher der Trend zum Gänseessen auch kommt, für denjenigen, der sich dazu bereit­erklärt hat, den Braten auf den Tisch zu bringen, bedeutet das meist viel Stress. Schließlich muss die Gans immer beobachtet werden und allein die Garzeit bindet den Koch mindestens vier Stunden an den Ofen. Währenddessen müssen dann auch noch die Beilagen zubereitet werden und eigentlich will man ja nach dem Braten auch noch Soße aus der Gans ziehen. Am Ende stehen dann meistens angespannte Nerven und ein großer Haufen dreckiger Teller zu Buche. Aber das muss nicht sein!

Denn wer sich diesem ganzen Stress nicht aussetzen will, der sollte seine Gans schon am Vortag fast (!) fertig braten lassen. Dann braucht sie am eigentlichen Tag nur noch knapp eine Stunde in den Ofen und es kann in Ruhe die Soße aus den Knochen gezogen werden. Beilagen, wie Rotkraut, müssen dann nicht darunter leiden, dass der Koch eigentlich schon völlig genervt vom Hauptgericht ist. Eine „Last Minute“-Gans ist also keine gute Idee, denn durch das aufwendige Gericht wird
der Abend sicherlich eher anstrengend als angenehm.

Wer seine Einkäufe frühzeitig erledigt, der sollte sich also direkt eine Gans mitbringen und diese bereits einen Abend oder einen Tag vorher vorbereiten, damit das gemeinsame Essen dann wirklich von jedem genossen werden kann! Und wer noch auf der Suche nach dem passenden Rezept ist, für den haben wir uns bei Sybille Bucella vom Biolandhof Öx nach ihrem Geheimnis hinter der perfekten Gans erkundigt und sie hat uns ihr Lieblingsrezept verraten!

Die perfekte Weihnachtsgans von Sybille Bucella vom Biolandhof Öx

Das wird gebraucht:
eine 4,5 Kilo schwere Gans
Salzlösung
Pfeffer, Majoran
beliebige Füllung (z. B. Toast, Zwiebeln, Äpfel, Maronen)

Und so geht‘s:
Die ungefähr 4,5 Kilo schwere Gans wird ausgenommen und gesäubert und dann über Nacht in eine vier prozentige Salzlösung eingelegt, aus z.B. 10 Litern Wasser auf 400 Gramm Salz. Am nächsten Tag wird dann mit Pfeffer und Majoran gewürzt, bevor die Gans mit einer beliebigen Füllung gestopft und zugenäht wird. Ob dabei Toast, Zwiebeln, Äpfel, Maronen oder ähnliches verwendet wird, das ist völlig egal und hängt vom persönlichen Geschmack ab!

Nach dem Füllen kommt die Gans auf den Kugel­grill, der indirekt auf 120 Grad bis 140 Grad vorgeheizt wird. Hier wird das Geflügel pro Kilo jeweils eine gute Stunde auf dem Rücken liegend gegrillt. Die Gans ist gar, wenn eine Kerntemperatur von ca. 83 Grad erreicht ist. Unter der Gans befindet sich ein Metallgefäß mit genügend Wasser, in dem auch das auslaufende Fett der Gans aufgefangen wird. Es wird zum Bestreichen der Gans und am Schluß mit zur Soße genommen.

Wer eine Soße zur Gans haben möchte, muss  diese aus dem Gänseklein herstellen. Diese Methode sieht keine Soße vor, ist aber sicherlich eine Möglichkeit, um eine ganz besondere Gans auf den Tisch zu bringen!

Guten Appetit