Von Spikes bis Reflektoren

So geht’s für Senioren sicher durch den Winter

Der Winter bringt tolle Lichterketten, den Geruch nach Glühwein in den eigenen vier Wänden, Stollen und Plätzchen mit sich. Aber nicht alle Effekte der kalten Jahreszeit sind
erfreulich – und das besonders für Senioren. Denn mit dem ersten Frost steigt auch die Gefahr, dass die Gehwege und Straßen besonders glatt werden. Damit Senioren aber dennoch sicher durch die kommenden Monate kommen, gibt es einige einfache Tipps!

In den Wintermonaten sind besonders Senioren von einer erhöhten Unfallgefahr betroffen, denn vereiste Gehwege oder Straßen sind prädestiniert für einen Sturz, der schnell im Krankenhaus enden kann. Damit so etwas nicht passieren kann, gibt es in dieser Ausgabe des meinWMK-Magazins einige wichtige Tipps für den Winter, damit das Weihnachtsfest zwar im kleinen Kreis, aber nicht in der Klinik gefeiert werden muss.

Sobald die Temperaturen merklich sinken, sollten Senioren bereits einige Vorkehrungen für die kommenden kalten Monaten treffen, denn nichts ist besser, als gerüstet in den Winter zu gehen! Denn die Straßen sind nicht nur durch Schneeschlamm, Dreck oder Eis rutschig, sondern auch fallendes Laub kann zur Gefahr werden. Ein wichtiger Punkt ist deswegen festes Schuhwerk für den sicheren Halt. Festes, rutschsicheres Schuhwerk mit Profil ist eine wichtige Voraussetzung, wenn man seine Wohnung verlässt. Dieses schützt vor einem Sturz. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann übrigens auch noch Schuhspikes unter der Sohle anbringen, die für zusätzlichen Halt sorgen! Bei den Schuhspikes handelt es sich um Metallstifte oder Krallen, die mithilfe einer Halterung aus Gummi oder Kunststoff über den normalen Schuh gestreift werden, diese können in jedem Sportfachhandel gekauft werden.

Wer in keine Spikes investieren möchte, der sollte auch beim Gang in die Wohnung, oder in ein Geschäft nicht vergessen, dass der Boden in Kombination mit der Nässe der Schuhsohlen dafür sorgen kann, dass es nochmal extra glatt wird. Schuhe, die direkt an der Tür ausgezogen werden, verhindern nicht nur eine erhöhte Sturzgefahr, sondern auch Pfützen in der Wohnung, die zu einem späteren Zeitpunkt gefährlich werden können.

Vergesst die Brille nicht!

Aber nicht nur die Schuhe sind in den kalten Monaten wichtig, sondern auch die Brille! Der Winter ist die perfekte Jahreszeit, um dem heimischen Optiker mal wieder einen Besuch abzustatten, denn die Sehschärfe ist eine große Hilfe, wenn es darum geht, Gefahren frühzeitig zu erkennen. Also, wann waren Sie das letzte Mal bei ihrem Optiker?

Besonders für Senioren, die mit einem Rollator unterwegs sind, stellt der Winter aber noch ganz andere Gefahren dar. Denn wenn der Rollator nicht einwandfrei funktioniert, kann er auf den glatten Straßen eher zu einer Behinderung, als zu einer Hilfe werden. Was viele Menschen nicht wissen: Rollatoren können in Fachgeschäften – oft kostenlos – von den Experten auf ihre Funktion geprüft werden! Denn auf dem winterlichen Boden sind funktionierende Bremsen genauso unersetzlich, wie Reflektoren. Letztere helfen besonders Verkehrsteilnehmern, Rollator und Mensch frühzeitig zu erkennen.

Unser Tipp: Nehmen Sie sicherheitshalber auch immer eine kleine Taschenlampe mit. Dadurch lassen sich Stolperfallen, zum Beispiel bei schlecht beleuchteten Gehwegen, besser erkennen.

Je heller, umso besser

Dass der Zwiebel-Look im Winter die beste Möglichkeit ist, sich im Freien warm zu halten, dass muss den meisten Senioren mit ihrer großen Lebenserfahrung nicht mehr erzählt werden. Aber dabei kommt es nicht nur auf das richtige Tragen der verschiedenen Schichten an, sondern ganz besonders auch auf die Farbe! Denn im Winter wird es bekanntlich viel früher dunkel und manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden in der Dunkelheit noch im Ort unterwegs zu sein. Ein besonders guter Tipp: weiße Schuhe! Denn das Licht der Autoscheinwerfer fällt auf den Boden, helle Schuhe reflektieren dies und Senioren werden im Zweifelsfall eher gesehen.

Einen ratsamem Tipp zum Abschluss, haben wir noch. Informieren Sie andere Personen, wenn Sie beispielsweise alleine weggehen. Besonders dann, wenn Sie ein Handy besitzen, mit dem ein Notruf abgesetzt werden kann. Falls einmal etwas passiert, sind zumindest andere informiert und können entsprechende Maßnahmen einleiten.