Metallbauer sind nicht nur vielseitige Handwerker und sorgen für zahlreiche tolle Bauten in und um das Haus, sie zeichnen sich auch durch ihre große Kreativität aus. Was hinter dem Berufsbild steckt, das gibt es auf den folgenden Seiten.

Sie brauchen Köpfchen statt Muskeln

Die Metallbauer nutzen modernste Technik

Schon einmal darüber nachgedacht, wer eigentlich Treppengeländer, Balkone, Türklinken, das Aluprofil für den Wintergarten oder die Rampe für eine barrierefreie Treppe baut? Hinter all diesen Konstruktionen stecken Metallbauer und Metallbauerinnen! Nachdem wir in den vergangenen Ausgaben des meinWMK schon über die Friseur-Innung, die Elektro-Innung, die Bäcker-Innung und zahlreiche andere Berufe berichtet haben, werfen wir auf den kommenden Seiten einen genaueren Blick auf die Innung Metallhandwerk Werra-Meißner-Kreis – mit einer Berufsgruppe, die zu den ältesten Handwerken zählt, denn bereits im 14. Jahrhundert wurde die damalige Zunft der Kleinschmiede gegründet.

„Die Innung Metallhandwerk ist eine sehr gut
aufgestellte Innung und sorgt immer wieder für tolle und
einzigartige Kreationen,“

Stephan Schenker, Geschäftsführer der Kreishand­werkerschaft Werra-Meißner. Foto: Schreivogel

weiß Stephan Schenker, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Werra-Meißner zu berichten. Dabei gibt es zwei Hauptberufsfelder, die im Kreis ausgebildet werden: die klassischen Metallbauer und die Feinwerkmechaniker.

Rund 60 Betriebe der Metallbranche gibt es im Kreis, 28 Firmen sind in der Innung organisiert, welches einer Quote von nahezu 50 Prozent aller in der Handwerksrolle eingetragenen Metallbetriebe entspricht.

Schon einmal darüber nachgedacht, wer eigentlich Treppengeländer, Balkone, Türklinken, das Aluprofil für den Wintergarten oder die Rampe für eine barrierefreie Treppe baut? Hinter all diesen Konstruktionen stecken Metallbauer und Metallbauerinnen! Nachdem wir in den vergangenen Ausgaben des meinWMK schon über die Friseur-Innung, die Elektro-Innung, die Bäcker-Innung und zahlreiche andere Berufe berichtet haben, werfen wir auf den kommenden Seiten einen genaueren Blick auf die Innung Metallhandwerk Werra-Meißner-Kreis – mit einer Berufsgruppe, die zu den ältesten Handwerken zählt, denn bereits im 14. Jahrhundert wurde die damalige Zunft der Kleinschmiede gegründet.
weiß Stephan Schenker, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Werra-Meißner zu berichten. Dabei gibt es zwei Hauptberufsfelder, die im Kreis ausgebildet werden: die klassischen Metallbauer und die Feinwerkmechaniker.

Rund 60 Betriebe der Metallbranche gibt es im Kreis, 28 Firmen sind in der Innung organisiert, welches einer Quote von nahezu 50 Prozent aller in der Handwerksrolle eingetragenen Metallbetriebe entspricht.

„Alle Betriebe können ausbilden und die meisten sind auch immer auf der Suche nach Nachwuchs“, erklärt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Ausgebildete Metallbauer in der Konstruktionstechnik stellen Metallkonstruktionen aller Art und Größe her. Seien es Fensterumrahmungen, Treppengeländer oder Gehäuse für Straßenlaternen: Der Metallbauer schneidet und verschweißt solche Dinge eigenständig zusammen und kann dabei auch seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Aber auch der Brandschutz ist ein Teil des Aufgabengebiets des Metallbauers – denn die schweren Brandschutztüren, die man aus fast jedem Gebäude kennt, werden ebenfalls von diesem Berufsbild angefertigt. „Metallbauer und ihre Arbeit werden oft übersehen, weil viele Menschen überhaupt nicht wissen, was ein Metallbauer überhaupt macht. Dabei ist es eines der faszinierendsten Berufsbilder!“, so Schenker. Denn neben dem klassischen Metallbau gibt es auch noch den Nutzfahrzeugbau, bei dem hauptsächlich Fahrzeugrahmen, Karosserien, Fahrwerke und Aufbauten für Nutzfahrzeuge und Maschinen hergestellt werden. Aber auch im Bereich der barrierefreien und altersgerechten Baumaßnahmen sowie bei der Sanierung historischer, denkmalgeschützer Bauwerke sind Lösungen und Leistungen des Metallbauerhandwerks seit vielen Jahren stärker gefragt.

In der Ruhe liegt die Kraft

Doch was braucht es um ein guter Metallbauer zu werden? Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist als duale Ausbildung ausgelegt. Tageweise wird also im Betrieb gearbeitet, während es an anderen Tagen in die Berufsschule geht. Hinzu kommt, dass man sich im dritten Ausbildungslehrjahr für eine von drei Fachrichtungen entscheiden muss: Nutzfahrzeugbau, Metallgestaltung oder Konstruktionstechnik.
Außerdem gibt es insgesamt sieben überbetriebliche Unterweisungen, in denen die Aus­zubildenden in anderen Betrieben Inhalte lernen, die es in ihrem Betrieb nicht gibt.
„Derzeit lernen 36 Auszubildende diesen Beruf über alle Lehrjahre hinweg verteilt“, sagt Stephan Schenker. Am Ende wartet dann die Gesellenprüfung mit einem theoretischen
und einem fachpraktischen Bereich, bei dem
die eigenen Fähigkeiten präsentiert werden
müssen.

Wenn du gerne mit Metall arbeitest und einen Beruf suchst, bei dem jeder Tag anders aussieht und die verschiedensten und spannendsten Projekte bearbeitet werden müssen, dann könnte der Metallbauer genau das Richtige sein! Wichtig bei diesem Beruf sind eine genaue Auffassungsgabe, eine ruhige und konzentrierte Arbeitsweise, gute mathematische Kenntnisse, gutes räumliches Sehen und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. „Eine handwerkliche Begabung und ein guter Hauptschulabschluss sind zudem entscheidend“, so Schenker.

Nach der Ausbildung ist das aber noch nicht das Ende der Karriereleiter, denn die Weiterbildungsmöglichkeiten für Metallbauer sind vielfältig! Auch hier kann man unter anderem zum Meister werden – und das egal ob Mann oder Frau.

„Wir haben im Kreis einige Metallbauerinnen, darunter auch Meisterinnen.
Dieser Beruf ist für jeden geeignet und es braucht
sich niemand abschrecken zu lassen,“

ermutigt Schenker auch junge Frauen, sich zu bewerben. Denn eine Ausbildung, kann auch jetzt noch angefangen werden.
Übrigens: Das Gehalt während der Ausbildung ist im Vergleich zu anderen Berufen auch nicht schlecht. Außerdem gibt es für gute Leistungen in der Ausbildung auch eine Leistungsprämie! „Die Metallinnung hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Ansehen gewonnen und ist ein Berufsfeld, bei dem es sich lohnt, genauer hinzusehen“, so Stephan Schenker.