Auf Pokalkurs: Henrik „Minski“ Müller will seine Position in 2020 deutlich verbessern. Foto: Minski Racing Team

Henrik Müller gibt 2020 wieder in der größten deutschen Rennklasse Gas

Mit PS kennt er sich aus. Im beruflichen Leben inzwischen auch mit Fahrkomfort, Ausstattung, Sicherheit, Lieferzeiten und Finanzierungsangeboten. Das alles hat Henrik „Minski“ Müller (25) während seiner Ausbildung zum Automobil-Kaufmann gelernt.
Bis auf die Anzahl der Pferdestärken hat all das in seinem sportlichen Leben keine Bedeutung. Da geht es um Power, Technik und Entschlossenheit. Von allem hat Henrik reichlich. Den Beweis dafür tritt der Motorradsportler aus Eschwege Saison für Saison auf deutschen und europäischen Rennstrecken an, zuletzt im Fahrerfeld der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM), der größten deutschen Rennklasse.
Sein Erfolg wird in der Hauptsache von einem perfekt funktionierenden Team getragen. Dazu zählen auch die Sponsoren.
„Ohne unsere Unterstützer könnten wir in dieser anspruchsvollen Klasse IDM nicht bestehen“, sagt Stiefvater und Manager Karsten Kamith. Logisch. Denn das fahrerischen Talent von Henrik verschlingt ein kleines Vermögen. Minski hat seine Leidenschaft für den Rennsport 2016 entdeckt – und gewonnen. Weitergemacht – und gewonnen. Bis in die Triumph Challenge – und gewonnen! „Da fallen Reise-, Wartungs- und Übernachtungskosten an, ein Ersatzteil muss beschafft oder nach einem Unfall schon mal eine ganze Maschine wieder aufgebaut werden“, sagt Kamith.

Seit Henrik seine A-Lizenz besitzt, ist es sportlich und finanziell noch anspruchsvoller. Nach gutem Abschneiden in der ersten Rennsaison (Platz 21) startet Henrik auch in der neuen Saison wieder für das Kawasaki Schnock Team in der IDM. Rund 50.000 Euro veranschlagt Kamith für die Serie: „Das ist schon kein Hobby mehr. Das übt Druck aus. Henrik will gewinnen und das Vertrauen in ihn rechtfertigen. Nicht einfach, dabei auch den Kopf noch frei zu haben“, sagt Karsten Kamith.

Bevor der junge Eschweger aber wieder auf seine 160 Kilo schwere, 600 ccm-Machine mit den rund 150 PS steigt und mit bis zu 270 km/h über den Circuit fetzt, steht das Training im Vordergrund: Fitness ist unabdingbar, schon alleine damit seine Nackenmuskeln den enormen Fliehkräften widerstehen können. 14 Rennen unter anderem in Holland, Belgien, Tschechien stehen auf dem Plan. Dafür wird das Team mit Fahrer, Coach, Mechaniker 80 Tage unterwegs sein. für gute Laune sorgen, auffangen, motivieren und jeden Erfolg genießen.