Neues Zuhause im Bärenpark in Worbis

Wolfhybriden aus privater Haltung gerettet

Zwei sogenannte Wolfshybriden haben im Alternativen Bärenpark in Worbis ein neues Zuhause gefunden. Die Tiere stammten aus einer Privathaltung in Baden-Württemberg, teilte die Stiftung für Bären bereits Ende Mai mit. Mittlerweile leben die beiden Tiere seit über einem Monat in ihrem neuen zu Hause und scheinen sich prächtig eingelebt zu haben!

Bei Wolfshybriden handelt es sich um eine Mischung aus Wolf und Hund. Die Fähe und der Rüde seien mit einem Spezialtransport nach Thüringen gebracht und im Park angekommen, hieß es von der Stiftung. Besucher könnten die Tiere nicht direkt sehen, über Kameras ließe sich aber ihr Treiben verfolgen.
Die Mischlinge sollen das Wildtier in sich wieder entdecken und wurden dafür auch neu benannt. Sie tragen nun die Namen „Ronja“ und „Raik“ und erlebten in der Freianlage in Worbis das erste Mal ein tiergerechtes Leben, so die Stiftung. Denn bisher hatten die beiden nur in einem tristen Hinterhof gelebt.
Interesse am Kontakt mit Menschen zeigen die beiden Hybriden seit ihrer Rettung nicht. Allerdings haben sie in den vergangenen Wochen nicht nur das Wildtier in sich wieder entdeckt, sondern auch ihre tierischen Nachbarn! Besonders Raik zeige den Bären auf der anderen Seite des Zauns gerne sein „Selbstbewusstes Verhalten“.

Die Stiftung sieht in der Zucht und Haltung von Wolfshybriden ein massives Problem. „Wer die Zucht von Wolfshybriden unterstützt, weiß gar nicht, was er den Tieren damit antut. Sie dürfen nicht in der Natur leben und sie wie einen Hund im Haushalt zu halten, ist eine schreckliche Qual für sie“, sagte der Geschäftsführer des Alternativen Bärenparks, Bernd Nonnenmacher.

Beim Bundesumweltministerium heißt es: „Auch aus Sicht des internationalen Artenschutzes sind Hybridisierungen zwischen Wildtierarten und ihren domestizierten Formen, in diesem Fall Wölfen und Haushunden, eindeutig unerwünscht und sollen unter allen Umständen vermieden werden.“

Wer Ronja und Raik nicht nur aus der Ferne beobachten möchte, sondern einen aktiven Anteil an der Rettung von Tieren mit einem ähnlichen Schicksal haben möchte, der kann Tierpate werden. Alle Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Bärenparks unter www.baer.de.