„In der Weihnachtsbäckerei…“

So kommen die perfekten Plätzchen auf den Tisch

Wenn die Lichter an den Häusern an­gebracht und die Temperaturen immer kälter werden, dann steht nicht nur das Weihnachtsfest vor der Tür, sondern auch die perfekte Zeit um Plätzchen zu backen! Wer liebt es nicht Vanillekipferl, Butterkekse und Co. aus dem Ofen zu holen und am besten noch warm zu verzehren?! Aber Plätzchen sind nicht gleich Plätzchen und auch in der Weihnachtsbäckerei gibt es so einige Fehler, die die Freude am Fest verderben können. Denn was soll getan werden, wenn der Teig sich nicht richtig ausrollen lässt, zu klebrig oder zu bröselig ist, oder die Plätzchen einfach steinhart werden?

Damit das nicht passiert, haben wir in dieser Ausgabe des meinWMK-Magazins die besten und wichtigsten Tipps gesammelt, damit das Plätzchenbacken vor Weihnachten auch wirklich noch zu einem vollen Erfolg wird!

Ganz wichtig bei der Planung der Back-Aktion: Die meisten Plätzchen können nicht einfach mal schnell zwischendurch gemacht werden, denn in den Rezepten sind oft Ruhezeiten für den Teig vermerkt. Und die sollten dringend beachtet werden, denn Teig, der zu warm verarbeitet wird, sorgt dafür, dass die Plätzchen zu klebrig werden und er sich nicht richtig ausrollen lässt. Zu lange darf der Teig aber auch nicht ruhen, denn dann kann er schlecht werden. Es kommt also auf alle Fälle auf ein gutes Timing an.

Ein Perlonstrumpf zum Ausrollen

Ist der Teig bereit fürs Ausstechen, geht es daran, auch alles ordentlich auszurollen. Denn wer ist nicht schon einmal daran verzweifelt, dass der halbe Teig plötzlich nicht mehr auf dem Tisch, sondern am Nudelholz geklebt hat? Altbewährt ist dabei der Trick, immer genügend Mehl auf der Arbeitsfläche und auf dem Nudelholz zu haben. Aber Vorsicht! Wer zu viel Mehl benutzt, der sorgt dafür, dass die Plätzchen trocken werden. Profis drücken den Teig vor dem ausrollen schon einmal in den Handflächen platt und wer ganz raffiniert sein will, der zieht einen Perlonstrumpf über das Nudelholz. So bleiben nämlich keine Teigreste am Holz kleben.

Nach dem Ausrollen und dem Ausstechen kommt dann alljährlich wieder die gleiche Frage. Kommen die Plätzchen nun am besten mit Umluft oder mit Ober- und Unterhitze in den Ofen? Gibt es im Rezept keine genauen Angaben, kommt es darauf an, was und besonders wie viel gebacken wird. Denn mit Umluft lassen sich gleich mehrere Bleche auf einmal backen, allerdings werden die Plätzchen auch schneller trocken. Für Plätzchen mit geringem Fettanteil kann das gefährlich werden. Wird in der Adventszeit ein neues Rezept ausprobiert, dann bietet es sich an, die Kreationen immer im Ofen im Auge zu behalten, damit auch wirklich nichts schief gehen kann.

Übrigens: Plätzchen dunkeln auf dem Backblech durch die übrig gebliebene Hitze deutlich nach. Am besten sollten sie also direkt aus dem Ofen vom Blech genommen werden, damit auf der Zielgerade nicht doch noch etwas schief geht.

In vielen Familien ist es zudem Tradition, dass die Plätzchen nicht nur gegessen werden, sondern auch an den Weihnachtsbaum kommen. Wer das ausprobieren möchte, der sollte während des Backens eine Nudel in den Teig drücken, damit sich das Loch zum Aufhängen nicht wieder schließt. Kommen die Plätzchen aus dem Ofen, muss die Nudel aber gleich wieder herausgezogen werden, denn wird der Teig kalt und hart, kann es passieren, dass das Plätzchen beim herausziehen bricht und die ganze Mühe umsonst war.

Zimtsterne wie bei Oma

Das ist drin:
500g gemahlene Mandeln
300g Puderzucker
2 Teelöffel Zimt
2 Eiweiß
2 Esslöffel Amaretto

Für die Baiserhaube
125g Puderzucker
1 Eiweiß

Und so geht‘s:
Den Backofen auf 150 Grad vorheizen und Mandeln, Puderzucker und Zimt verrühren. Eiweiß und Amaretto dazugeben und zu einem Teig verkneten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Sterne ausstechen. Für die Baiserhaube Eiweiß mit gesiebtem Puderzucker steif schlagen und auf den Zimtsternen verteilen. Im heißen Ofen werden die Kekse dann 10 bis 15 Minuten gebacken und fertig sind die Plätzchen à la Oma!

Wir sind auf den Geschmack gekommen und schon auf der Suche nach dem nächsten Lieblingsrezept. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe, liebe Leser. Senden Sie uns Ihre Lieblings­­rezepte mit einem köstlichen Foto an redaktion@mundus-online.de. Wir drucken die besten Kreationen an dieser Stelle im nächsten meinWMK ab.

Auf die richtige Verpackung kommt es an

Verzierte Kekse sind besonders schön, müssen dafür aber wirklich ausgekühlt sein, damit alles am Platz bleibt. Foto: pixabay

Nicht nur während des Backens können so einige kleine oder große Fehler passieren, sondern auch dann noch, wenn die Arbeit eigentlich schon vorbei ist. Denn sind die Plätzchen fertig verziert und liegen neben dem Blech, kommt es auch darauf an, wie sie danach weiter gelagert werden, ansonsten können sie ganz schnell trocken und hart werden!

Am besten eignen sich gut verschließbare Blechdosen, um die Plätzchen auch wochenlang frisch und lecker halten zu können. Am besten werden dabei die verschiedenen Sorten auch einzeln gelagert, gibt es dafür nicht genügend Dosen, sollten zumindest trockene Sorten wie Lebkuchen, von „feuchten“ Sorten, wie Makronen, getrennt werden. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass die Kekse vollständig ausgekühlt sein müssen und dass Kekse mit Schokoladenüberzug nicht im Kühlschrank landen.
Grundsätzlich gilt, dass sich trockene Plätzchen deutlich länger halten, als Kekse mit Füllung. Während man erste noch nach acht Wochen ohne Bedenken genießen kann, sollten gefüllte Kekse nach einer Woche spätestens verzehrt sein.