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Frische Farbe im grauen Winter

Vielseitige Ausbildung: Maler und Lackierer ist ein Job für kreative Köpfe. Foto: AdobeStock

Warum Sie jetzt ihre Wände neugestalten sollten

M alerarbeiten im Winter können nicht gelingen – so lautet ein Vorurteil aus vergangenen Zeiten. Als Häuser weder gedämmt noch durchgängig beheizt waren, stimmte diese Theorie. Inzwischen ist sie längst überholt. Gerade die warme Heizungsluft sorgt dafür, dass frische Farbe und neue Tapete gleichmäßiger trocknet. Die Malerinnung des Werra-Meißner-Kreises und die Kreishand­werkerschaft rufen deshalb zur Aktion Wintermaler auf. Kunden, die für die Renovierung ihrer Innenräume einen Termin im Zeitraum 15. November bis 15. April vereinbaren, profitieren von der besten Beratung – und haben die Möglichkeit 500 Euro zu gewinnen.

Stephan Schenker, Geschäftsführer der Kreishand­werkerschaft Werra-Meißner.

Kurze Wartezeiten

„Wir raten den Verbrauchern sogar dazu, im Winter ihre Innenräume streichen und tape­zieren zu lassen“, sagt Stephan Schenker, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Das habe zwei Gründe: Maler haben im Winter Zeit für die Renovierung von Innenräumen, weil Arbeiten im Außenbereich nicht möglich sind. Die Witterung lässt das nicht zu. „Lange Wartezeiten fallen damit weg“, erklärt Schenker. „Zusätzlich können die Maler einen umfassenderen Kundenservice bieten.“ Im Sommer dagegen müssen Verbraucher, die Haus oder Wohnung renovieren lassen wollen, lange auf einen Termin warten. „Die Malerbetriebe haben im Sommer deutlich mehr Aufträge. Sie kategorisieren also in dringend und weniger dringend, um überhaupt ihre Termine koordinieren zu können“, erklärt Schenker. „Es kann sein, dass die Verbraucher mehrere Monate auf einen Termin warten und dann ist es im Prinzip Winter.“ Das ist ärgerlich für beide Seiten. Denn im Winter fehlen den Malern eben diese Aufträge und die Ausbildung ihrer Lehrlinge leidet dann ebenfalls. „Handwerk lebt vom aktiven Machen und weniger von der Theorie“, sagt Schenker. „Haben die Meister also mehr Zeit, ihrem Lehrling etwas zu erklären und probieren zu lassen, hat das positive Effekte auf dessen handwerk­liche Ergebnis.“

Frische Farbe im Januar und Februar

Die Kreishandwerkerschaft in Eschwege ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hat ihr Treppenhaus im Januar und Februar 2018 von den Malerlehrlingen der Mitgliedbetriebe mit frischer Farbe versehen lassen. „Das ist rein technisch betrachtet auch gar kein Problem. Malerarbeiten im Winter haben sogar viele Vorteile“, sagt Schenker.
Kreativer Beruf mit Hochschulperspektive

Maler und Lackierer ist ein Job für kreative Köpfe und bietet ihnen ein vielseitiges Berufsfeld, das weit über einen gekonnt gesetzten Pinselstrich hinausgeht.

Drei Spezialbereiche: Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege, Bauten- und Korrosionsschutz. In der Ausbildung lernen angehende Maler und Lackierer ihr Material und die unterschiedlichen Gestaltungstechniken kennen. Dazu kommen: Arbeits- und Tarifrecht, Sicherheitswissen, Kundenberatung, Bewertung- und Prüfungstechniken und vieles mehr Maler und Lackierer können im Anschluss an ihre Gesellenprüfung ihre Meisterausbildung beginnen oder sogar einen berufsrelevanten Bachelorstudiengang beginnen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Nach zwei Jahren legen die Lehrlinge eine Zwischenprüfung ab. Nach dem dritten Ausbildungsjahr folgt die Gesellenprüfung, die die Abschlussprüfung ist.

Mehr Infos zum Thema Ausbildung von Malern und Lackierer und Wintermaler sowie zahlreiche Ausbildungsplätze finden Interessierte auf: https://handwerk.de/berufsprofile/maler-in-und-lackierer-in und https://www.kh-wm.de/ sowie per E-Mail an: info@kh-wm.de.

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