Kerzen sorgen im Advent für eine hyggelige Atmosphäre

Gerade wenn der Winter seine kühlen, dunklen Arme ausbreitet, steigt unser Bedürfnis nach wärmenden Lichtstrahlen. Im Advent und an Weihnachten haben Kerzen Hochkonjuktur – besonders in Dänemark.

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…“

heißt es in einem alten Gedicht, das so viel Wahrheit spricht. In der kühlen Jahreszeit und insbesondere im Advent erleuchten wir unsere Räume am liebsten mit den warmen Flammen der Kerzen. Das ist sogar wissenschaftlich belegt: Studien haben gezeigt, dass 50 Prozent der Frauen sich im Herbst und Winter auf das Anzünden von Kerzen freuen. Aber auch 27 Prozent der Männer greifen in der kühlen Hälfte Jahres gern zum Streichholz, um eine Kerze zum Leuchten zu bringen.

Leuchtende Erinnerung

Kerzen bedeuten Erinnerung. Zum Gedenken an die Verstorbenen zünden Pfarrer im Gottesdienst und während der Beerdigungs-Andacht eine Kerze an. 40 Prozent der Deutschen tun es ihnen gleich und lassen zur Erinnerung eine Kerze leuchten.

Dänemark mag’s hyggelig

Die größten Kerzenfans in Europa sind die Dänen. Sie verbrauchen laut einer Statistik der European Candle Association bis zu fünf Kilogramm Kerzen im Jahr, um es sich in ihren vier Wänden „hygge“ zu machen. Das Adjektiv ist der skandinavische Begriff für „gemütlich“, „nett“, „angenehm“. Tschechien ist den Skandinaviern dicht auf den Fersen. Bis zu vier Kilogramm Kerzen zünden die Tschechen im Jahr an. Deutschland belegt mit bis zu drei Kilogramm Platz drei in der Verbrauchsstatistik.

Gebändigtes Feuer

Erste kerzenähnliche Verbindungen aus Wachs und Docht gab es nachweislich bereits in der Steinzeit. Es hat jedoch viele Jahrhunderte gedauert, bis Kerzen in der nahezu geruchsfreien und sauberen Form wie heute brennen konnten. Lange Zeit wurden Kerzen aus Tierfett hergestellt, das durch das Verbrennen einen unangenehmen Geruch entwickelt hat. Heute werden Kerzen großenteils aus Paraffin hergestellt. Stearin-Kerzen werden inzwischen selten, denn der Rohstoff wird aus Palmöl hergestellt. Um die Regenwälder zu schützen, werden Kerzen vornehmlich auf Basis des
Mineralöl-Produkts Paraffin hergestellt.