Aus der Kraft der Säfte

Naturheilsäfte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit

Menschen schwören teilweise seit Jahrhunderten auf sie und gerade in den vergangenen Jahren erleben sie einen wahren Boom: Naturheilsäfte. Besonders beliebt sind dabei der altbewährte Saft aus dem Holunder und der Saft aus der Wunderpflanze Aronia. Doch was steckt eigentlich wirklich hinter der Wirkung dieser beiden Getränke? Genau das hat sich der meinWMK genauer angesehen.

„Holunder tut Wunder“

Der Holunder ist besonders bei älteren Menschen sehr beliebt, denn er durfte früher in keinem Haushalt fehlen. Viele Sagen und Mythen ranken sich um die vielseitige Pflanze, die in Märchenerzählungen sogar von Frau Holle selbst gesegnet wurde und zwar mit duftenden, wohlschmeckenden, heilkräftigen weißen Blüten und violett-schwarzen Beeren. „Der Holundersaft ist bis heute ein sehr beliebtes Hausmittel gegen Fieber oder zur Vorbeugung von Erkältungen“, erklärt Ferdinand Schuler, Inhaber des Obsthof Bausch in Strahlshausen. Hier wird die Pflanze noch selbst angebaut und auch gleich verarbeitet, damit so viele nützliche Stoffe wie möglich in den Säften landen und ihre volle Wirkung entfalten können.

Der Holundersaft ist so nicht nur besonders vitaminreich, sondern soll auch harntreibend und entzündungshemmend wirken. Ob der Saft dabei warm oder kalt getrunken wird, hat im Grunde keine Auswirkungen auf seine heilenden Kräfte – wird er warm bevorzugt, sollte er aber nur leicht erhitzt werden, damit die Nährstoffe nicht verloren gehen.

Die kleine Wunderbeere

Während der Holunder seit Jahrhunderten für seine Wirkung bekannt ist, sind Aronia-Säfte erst seit den vergangenen Jahren in aller Munde. Denn diese kleine Beere – die auch Apfelbeere genannt wird – soll wahre Wunder für den Körper vollbringen können! Der rote Saft liefert nicht nur zahlreiche Vitamine, sondern kann auch mit einer ansehnlichen Menge an Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Eisen aufwarten. „Entscheidend ist bei der Aroniabeere aber ihr hoher Anteil an Antioxidantien. Dadurch werden zellschädigende Sauerstoffverbindungen abgewiesen und die Blutproduktion angeregt“, so Schuler. Wegen dieser Eigenart, wird der
Saft auch Patienten empfohlen, die sich von einer Chemotherapie erholen sollen.

„Der Aroniasaft hat besonders in der letzten Zeit viel Aufmerksamkeit bekommen und das zurecht, denn in der kleinen Beere sind viele Stoffe enthalten, die den Körper auf ganz natürliche Weise unterstützen“, weiß Ferdinand Schuler, der auf seinem Obsthof auch die Aroniabeere verarbeitet und verkauft.

Durch ihre Fülle an sekundären Pflanzenstoffen ist Aronia aber nicht nur für den Haushalt interessant, sondern auch medizinische Forschungen beschäftigen sich immer mehr mit der kleinen Wunderbeere. Besonders große Hoffnungen macht man sich bei der Erforschung ihrer Wirkung auf Darmkrebszellen.

Egal ob es am Ende aber Holunder- oder Aroniasaft ist, der zu Hause landet: Mit ihren Vitaminen und Nährstoffen sorgen beide für einen gesunden Körper, der sich auch in den kalten Jahreszeiten zur Wehr setzen kann!