Erdbeeren zum Selbstpflücken

Früchtchen zum Anbeißen: Erdbeeren sind leckere Vitamin C- und Ballaststofflieferanten. Dabei sind die Früchtchen eigentlich Nüss­chen.

Bauern sind über jeden dankbar, der bei der Ernte hilft

Obst und Gemüse aus der Region kann geschmack­lich kaum etwas toppen. Von der positiven CO2-Bilanz muss gar nicht erst die Rede sein. Den Spaß an den heimischen Früchtchen kann nur noch eines mehren: Wenn sie sogar eigenhändig geerntet sind. In wenigen Tagen schon können die ersten Erdbeeren auf den Feldern im Werra-Meißner-Kreis geerntet werden. Und das trotz Corona-Pandemie. Zwar gelten verschärfte Hygiene- und Abstandregeln, aber gerade in dieser Zeit sind die Erdbeerbauern über jeden Selbstpflücker froh. Denn aufgrund der Kontaktbeschränkungen fehlen ihnen Erntehelfer. Wer die süßen Beeren also selbst pflückt, unterstützt die Bauern also aktiv bei der Ernte und spart gegebenenfalls sogar Geld. Im Werra-Meißner-Kreis gibt es vier Felder auf denen Erdbeeren selbst gepflückt werden können: In Wichmannshausen bei Elke Iffert in der Eschweger Straße 27; in Wanfried/Aue beim Feldladen Kanngießer in der Rasenstraße 20; in Wanfried/Aue beim Beerenhof Feußner in der Plouescatstraße 12 und in Neu-Eichenberg auf dem Erdbeerfeld von Landwirt Carsten Hildebrand, Sandweg 43.

Vitaminreiche Naschnüsse

Streng genommen sind Erdbeeren keine Früchtchen, sondern Nüsschen. Die kleinen Kerne auf der roten Haut sind Nussfrüchte. Der Körper besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Die übrigen zehn Prozent sind konzentrierte Vitamine. Erdbeeren sind vor allem Vitamin C- und Ballaststoff-Lieferanten. 100 Gramm Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als eine Orange, mit 170 Gramm ist der Tagesbedarf eines Erwachsenen bereits gedeckt. Und das bei knapp 60 Kilokalorien. Die Kohlenhydrate sind großenteils Fructose. Erdbeeren haben also einen niedrigen glykämischen Wert, der den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schnellen lässt.